Pharma-Industrie & Krankenkassen
MANUkey
Posted: May 26 2006, 09:45 PM
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Pharma-Wirtschaft bereichert sich an den Krankenkassen

Nur ein ganz kleines Beispiel aus dem Bereich Diabetes, das die Mechanismen unseres aktuellen 'Krankheits-Systems' * deutlich macht:

Es wird grossflächig dafür geworben - mit Vergleichsbildern, die emotional aufwühlend wirken - dass man Kanülen für die Pen-Injektion von Insulin nur einmal verwenden sollte. Diese Kanülen sind sehr teuer - und auch wirklich von hohem Wert (feinste Stahl-Präzisionsarbeit!). In der Regel braucht ein Diabetiker mindestens 4 Injektionen am Tag. Das macht 28 in der Woche, knapp 120 im Monat. Diese 120 Kanülen kosten die Krankenkasse eine Menge Geld!

Ich habe aber nun die persönliche Erfahrung gemacht, dass ich mit einer Kanüle *bis zu 2 Wochen auskomme*, bevor sichtbare und spürbare Verletzungen an der Haut auftreten. Das ist auf den Pen-Pal zurückzuführen, der die Kanüle mit so viel Druck in die Haut katapultiert, dass insgesamt die Haut weniger verletzt wird und auch die Kanüle weniger Schaden erleidet.

Von den Diabetes-Assistenten aus wird in der Regel schon gesagt, dass man locker einen Tag lang mit einer Kanüle auskommt. Trotzdem wirkt die emotional angelegte Werbekampagne, und sie wirkt sicher vor allem bei den in der Regel eher ängstlich veranlagten älteren Typ-2-Diabetikern.

1. Diese Werbung ist also offensichtlich irreführend in Bezug auf die Sachverhalte
2. Diese Werbung schadet dem gesamten System, vor allem den Krankenkassen, und damit letztlich unserem Geldbeutel.

Das Geld, was hier draufgeht, sollte man vielleicht lieber in Vorsorge oder teurere, aber hochwertigere Lebensmittel stecken, was die gesamtgesundheitliche Lage verbessert!

Generell sollte JEDER Mensch bedenken, dass Krankenkassen nicht finanzielle 'Urquellen' sind, sondern dass sie ihre Leistungen aus den von allen Mitgliedern gesammelten Beiträgen erbringen. Sie sind im Grund - ein sehr schöner Ansatz! - soziale und wirtschaftliche Interessengemeinschaften.

Ihre Leistungen sollte man dementsprechend nur so weit in Anspruch nehmen, wie es unbedingt nötig ist. Das gilt gleichermassen für den einzelnen Patienten (hier macht den grosse Zahl den Einflussfaktor aus), wie für Ärzte und die Pharmaindustrie. Wir alle gemeinsam haben die Verantwortung, das System für seinen eigentlichen Zweck: Gesundheit, in Funktion zu halten. Egoistische Verhaltensweisen wie Ausnutzung eines Gemeinschafts-Systems für persönliche Vorteile/Bereicherung ist heutzutage nicht mehr tolerierbar und sollte auf jede erdenkliche Weise unterbunden werden. Wer sich angesprochen fühlt: Schäm Dich einen Tag lang - und mach es ab morgen einfach besser!

Die Zeit der selbstverständlich genommenen Überfluss-Gesellschaft ist ein für alle Mal vorbei! Wir können uns das nicht mehr leisten! Aber machen wir doch eine Überschuss-Gesellschaft draus, wo das, was wir über haben, sinnvoll verteilt wird! Wir müssen jetzt handeln, etwas verändern, einen Teil der Bequemlichkeit aufgeben - doch dieser Weg führt nicht zu weniger Freude - er führt zu mehr Freude, zu mehr innerem Reichtum - und sogar insgesamt zu mehr äußerem Reichtum. Überschuss, Abundance. Es ist genug für alle da, es reicht für alle! Aber nur, wenn wir nicht aus Angst bunkern, und uns nicht bis zum Überfluss bereichern, nur weil wir es können. Nur wenn jeder Einzelne von uns freiwillig Mitverantwortung für die ganze Welt übernimmt - und dann im Rahmen seiner Möglichkeiten in seinem Umfeld liebevoll und mit Weisheit handelt, können wir die augenblickliche globale Krise überwinden. Es wird höchste Zeit sich von alten Konzepten zu verabschieden, die sich als schädlich erwiesen haben, und auf Basis der vorhandenen Infrastrukturen etwas Neues aufbauen, das nicht menschenverachtend ist, sondern das lebt, was schon lange Zeit von vielen auf den Lippen getragen, aber nicht in die Tat umgesetzt wird.

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* Ein Krankheitssystem (Status Quo!) ist ein System, das sein (wirtschaftliches) Wachstum aus der Krankheit des Menschen bezieht. Entsprechend bedeutet positives Wachstum für die Branche, wenn mehr Menschen krank sind, im 'Idealfall' chronisch krank mit einem lebenslangen Dauerbedarf an pharmazeutischen Erzeugnissen. Ein Krankheitssystem ist von seinem Denkansatz her menschenverachtend und erfüllt den Tatbestand einer kollektiven Körperverletzung. Extreme Auswüchse eine solchen Systems sind die Zunahme als chronisch und unheilbar definierter Krankheiten (die interessanterweise teilweise schon vor über 1000 Jahren mit Mitteln alter Kulturen geheilt werden konnten). Sie gelten heute als unheilbar, wenn die Pharmaindustrie keine Medikamente/Heilverfahren findet. Aber hat sie denn aus ihrer Sicht ein Interesse daran?

* Ein echtes Gesundheitssystem ist ein System, das sein (wirtschaftliches) Wachstum aus der Gesundheit des Menschen bezieht. Entsprechend bedeutet es positives Wachstum für die Branche, wenn mehr Menschen gesund sind. Erzeugnisse eines solchen Systems fokussieren sich auf Vorbeugung und ganzheitliche Lebensführung sowie die Produkte, die für eine individuell gesunde Lebensweise und Gesundheitsfürsorge benötigt werden. Alle Mittel aus allen Zeiten und allen Kulturen haben in so einem System ihre Berechtigung, solange sie auch nur einem Individuum nutzen. Dienstleistungsarbeitsplätze in diesem System stehen für Menschen bereit, die in der Lage sind, aus der Vielfalt der Möglichkeiten für eine individuelle Situation den richtigen und passenden Ansatz zu erkennen und zu vermitteln.


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  Posted: May 27 2006, 08:29 AM
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Zehn Milliarden! - Organisierte Kriminalität im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen ist in Deutschland einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, der sich zudem stetigen Wachstums erfreuen kann. 2003 lag sein Anteil am Bruttoinlandsprodukt bei 233 Milliarden Euro oder elf Prozent. Wo Geld zu verdienen ist, sind betrügerische Abzocker und korrupte Bedienstete nicht weit, und es gab noch nie einen Grund, anzunehmen, daß das im Gesundheitswesen anders ist. Meldungen über die kassenärztliche Abrechnung von Leistungen an bereits Verstorbenen haben schon längst keinen Seltenheitswert mehr. Egal, ob Falschdeklarierung von gebrauchten Herzklappen, Billigzahnersatz zu Luxuspreisen oder Phantasieverordnungen von teuren Medikamenten -- in der Gesundheitsbranche scheint es besonders einfach und dabei besonders lukrativ zu sein, sich aus dem großen Topf der Krankenversicherungsbeiträge eine Extraportion zu gönnen.

Längst haben betrügerische Machenschaften, an denen auch Ärzte, Verbandsfunktionäre, Apotheker, Krankenhäuser und andere Profiteure dieses Krankheitssystems beteiligt sind, Formen organisierter Kriminalität angenommen. Die unabhängige Antikorruptionsorganisation Transpareny International schätzt nach Angaben des Westfalen-Blattes, daß jährlich bis zu zehn Milliarden Euro im Gesundheitswesen auf kriminelle Art und Weise erwirtschaftet werden und die Branche damit inzwischen Platz zwei in der Korruptionsrangliste gleich hinter der Bauwirtschaft erobert hat. Auch das Bundeskriminalamt bestätigte dem Blatt zufolge knapp 10 000 aktenkundige Betrugsfälle im Gesundheitswesen im vergangenen Jahr, geht aber von einer ungleich höheren Dunkelziffer aus.

Daß die Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Ursula Auerswald, derartige Veröffentlichungen als »Unterstellungen« zurückweist und höchstens »systembedingte Unsicherheiten« bei den Abrechnungsmodi als Ursache gewisser Unregelmäßigkeiten gelten lassen will, verwundert zwar nicht, läßt aber eine gewisse Dreistigkeit erkennen. Schließlich sind es gerade die Ärzteverbände und dabei besonders die Kassenärztlichen Vereinigungen, die auf Abrechnungssystemen bestehen, die geradezu zum Betrug einladen. Aufhorchen lassen sollte die Summe von zehn Milliarden allerdings alle Menschen, die seit dem 1. Januar 2004 mit Praxisgebühren, erhöhten Zuzahlungen und eingeschränkten Leistungen »beglückt« werden. Das angestrebte »Sparvolumen« der Gesundheitsreform beträgt für das laufende Jahr exakt zehn Milliarden Euro, wovon der Löwenanteil von den gesetzlich Versicherten aufzubringen ist.


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  Posted: Jun 15 2006, 01:11 AM
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Wissenschaftliche Bewertung unerwünscht

Pharmalobby will mit Diffamierungskampagne Medikamentenkontrolle behindern


Das von der Bundesregierung im Rahmen der Gesundheitsreform eingerichte Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), das den Nutzen von Medikamenten bewerten soll, steht unter Beschuß der Pharmalobby. In seiner am Mittwoch erschienenen Ausgabe enthüllt der Stern den Fall des angeblichen Medizinjournalisten Adel Massaad, der sich im April 2006 dem Hamburger Magazin als Informant angeboten und angeblich belastendes Material über das IQWiG und dessen Leiter Peter Sawicki zur Verfügung gestellt hatte. Massaad, der in Geldern das »Institut für Gesundheitsaufklärung (IFGA)« unterhält und einen Newsletter zu Gesundheitsthemen herausgibt, soll dabei nach Informationen, die dem Magazin vorliegen, allein von Januar bis März 2006 mehr als eine Million Euro von Pharmafirmen und PR-Agenturen erhalten haben. Massaad dementierte die Zahlungen nicht, schaltete vergangene Woche aber einen Anwalt ein, um dem Stern vergeblich eine Veröffentlichung zu verbieten. Der versuch scheiterte jedoch.

Hintergrund von Massaads Angriffen auf das IQWiG ist der aktuelle Streit um Analog-Insuline. Der Gemeinsame Bundesausschuß aus Ärzten- und Kassenvertretern (GBA) will am 18. Juli darüber entscheiden, ob die Medikamente, die sich in Deutschland rund 400000 Diabetiker spritzen, weiterhin von den Krankenkassen bezahlt werden, obwohl das IQWiG festgestellt hat, daß für diese Medikamente der »Zusatznutzen«, der den deutlich höheren Preis gegenüber herkömmlichen Therapeutika rechtfertigen soll, nicht belegt ist.

Die Entscheidung hat Präzedenzcharakter: Es wäre das erste Mal, daß der GBA mit Hilfe eines Gutachtens des IQWiG über die Verordnungsfähigkeit von Medikamenten entscheidet. Markus Leyck Dieken, Geschäftsführer der Pharmafirma Novo Nordisk, die Analog-Insuline herstellt, übte vor der Entscheidung massive Kritik am GBA. Gegenüber dem Stern sagte Dieken, das Gremium sei für ihn eine »Thermoskannen- und Taschenrechner-Runde«, die »die deutsche Apotheke leer räumen wird, bis die Auslage aussieht wie in Bulgarien 1978«. Den Leiter des IQWiG, Professor Peter Sawicki, und dessen wissenschaftliche Kollegen nennt der Pharmachef »seit Jahren bekannte Extremisten der Szene«. Falls die Analog-Insuline künftig nicht mehr erstattet würden, koste das Novo Nordisk pro Jahr zehn Millionen Euro, schätzt Dieken.

Das IQWiG ist als unabhängige Stiftung konstruiert, beschäftigt 60 Mitarbeiter und wird von den Krankenkassen finanziert. Es prüft vor allem, ob es sich bei neuen Medikamenten um echte Neuheiten handelt oder um Scheininnovationen. Die Profite, die Pharmafirmen aus derartigen Scheininnovationen ziehen, werden von Experten auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.

(ots/jW)

Quelle: http://www.jungewelt.de/2006/06-15/049.php


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MANUkey
Posted: Jun 22 2006, 04:44 AM
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Leiden im Pharma-Labyrinth

Tausende sterben jährlich in Deutschland durch ein Übermaß an Medikamenten.




BERLIN. Es ist die ewig offene Flanke des Gesundheitssystems: Immer noch verordnen niedergelassene Ärzte zu viele, zu teuere und überflüssige Medikamente. Nachdem die Gmünder Ersatzkassen gestern gemeinsam mit dem anerkannten Pharmaexperten Gerd Glaeske ihren neuen Arzneimittelreport in Berlin vorgestellt hatte, war klar: Rund drei Milliarden Euro, so hat es Glaeske berechnet, könnten die gesetzlichen Krankenkassen weniger ausgeben, wenn die Ärzte sparsamer verordnen würden.

Insbesondere die Analogpräparate - also neue teure Mittel, die Glaeske zufolge keinen therapeutischen Zusatznutzen bringen - finden die Missbilligung des Pharmaexperten. Diese Medikamente seien "eine Plage für die Krankenkassen und eine Falle für die Ärzte", sagt er. Das erklärt er so: Jeder Euro könne im Gesundheitswesen nur einmal ausgegeben werden. Die Ärzte schnitten sich ins eigene Fleisch, wenn sie unüberlegt überteuerte Rezepte ausstellen.

Schon jetzt wenden die Krankenkassen zwei Milliarden Euro mehr für Arzneimittel auf, als sie für die Honorare der niedergelassenen Ärzte bezahlen. Auch sei den Patienten letztlich mehr geholfen, wenn sie - wann immer möglich - preiswerte, aber wirkungsgleiche Präparate, so genannte Generika, verschrieben bekommen. Nur so könnten die Krankenkassen innovative Medikamente, die bei schweren Krankheiten wie Krebs eingesetzt werden, sicher finanzieren, sagt Glaeske. Ein Beispiel: Die Pharmatherapie bei Multipler Sklerose kostet pro Patient jährlich zwischen 30 000 und 40 000 Euro. Das Geld stehe auf Dauer nur zur Verfügung, wenn es nicht für anderes unnütz ausgegeben werde.

Ähnlich argumentiert Gesundheits-Staatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD). Sie wies darauf hin, dass etwa in der Brustkrebstherapie gute, neue Therapien bezahlt werden müssten, die fünfstellige Summen kosten. "Da muss ich doch verlangen können, dass für Standardbehandlungen nach preisgünstigen Generika gesucht wird."

Die Pharmaindustrie hingegen versteht die ganze Aufregung nicht und will das Thema herunter spielen. Analogpräparate dienten nicht nur dem Komfort der Patienten, sondern auch dem besseren Behandlungserfolg, heißt es beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller. Beispielsweise sei eine zuverlässigere Dosierung möglich, wenn Tabletten nur einmal täglich eingenommen werden müssten, statt über den ganzen Tag verteilt. "Wer glauben machen will, Wohl und Wehe des Gesundheitssystems hingen an der Senkung der Arzneimittelkosten, die gerade 17 Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Kassen ausmachen, will nur von politischem Stillstand ablenken", sagte VFA-Cheflobbyistin Cornelia Yzer.

Solche Argumente beeindrucken Glaeske nicht. Er hasst Verschwendung im Gesundheitssystem. Deshalb wird er richtig zornig, wenn er berichtet, wie die Pharmahersteller mit enormen Marketing-Aufwand und zuletzt wieder erfolgreicher versuchen, die Ärzte zum Verschreiben von Analogpräparaten zu bewegen. Fast 20 Prozent mehr solcher Mittel seien verordnet worden. Um sich ein Bild vom täglichen Geschehen in deutschen Arztpraxen machen zu können, sollte man folgendes wissen: Auf rund 120 000 niedergelassene Ärzte kommen in Deutschland 16 000 Pharmareferenten. Täglich, so lässt sich aus Glaeskes Zahlenwerk ableiten, erhält die einzelne Arztpraxis also Besuch von einem Pharmareferenten - der in der Regel nichts anderes im Sinn hat, als seine Produkte in den höchsten Tönen anzupreisen. Bei der Vielzahl der Arzneimittel fällt es manchen Ärzten schwer, die Übersicht zu behalten.

Nach Glaeskes Ansicht sollten kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen daher eigene Pharmareferenten in die Arztpraxen schicken, die die Mediziner unabhängig informieren. "Wir brauchen etwa 1 000 unabhängige Pharmaberater", sagt er. Die Kosten von 100 Millionen Euro seien im Vergleich zu den möglichen Milliarden-Einsparungen gut angelegt.

Die Forderung gibt es schon lange, doch sie wird unzureichend umgesetzt. "Am weitesten sind da noch die Bayern", sagt Glaeske. "Die haben sogar Pharmareferenten von der Industrie abgeworben, die ihren Beraterkollegen erfolgreich vormachen, wie es geht."

Aber auch das schützt offensichtlich nicht vor höheren Kosten: Bayern gehört zu den Regionen, in denen die Medikamenten-Ausgaben im Jahr 2005 überdurchschnittlich angestiegen sind.
Berliner Zeitung, 21.06.2006

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitun...ema/561161.html


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