Geldsäcke (Foto: Archiv)
Das kann sich sehen lassen: Nach den USA und Japan leben die meisten Millionäre in Deutschland.
Wie aus dem zehnten World Wealth Report (WWR) von Capgemini und Merrill Lynch hervorgeht wurden 2005 insgesamt 767.000 High Net Worth Individuals in Deutschland gezählt. Die so genannten HNWIs sind Privatanleger, die ein Finanzvermögen von mehr als einer Million US-Dollar ohne Berücksichtigung von selbst bewohnten Immobilien besitzen.
Kaum neue Vermögen gebildet
Die Zahl der Dollar-Millionäre hierzulande erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr allerdings nur um 0,9 Prozent. "Wie schon im Vorjahr konnten in Deutschland 2005 trotz sehr positiver Aktienmarktentwicklung und steigender Produktivität kaum neue Vermögen gebildet werden", kommentiert Achim Küssner, Geschäftsführer von Merrill Lynch Investment Managers für Deutschland und Österreich. "Hemmend wirkten sich unter anderem das durch die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit und geringe Lohnsteigerungen gedrückte Verbrauchervertrauen, das komplizierte Steuersystem und der überregulierte Arbeitsmarkt aus."
In NRW leben die meisten Millionäre
Laut Statistischem Bundesland leben die Deutschen Millionäre überwiegend in Nordrhein Westfalen. Mit 3000 Einkommensmillionären liegt NRW damit vor Bayern und Baden-Württemberg. Demnach ist die Quote der Reichen in Meerbusch bei Düsseldorf am höchsten. 61 Millionäre leben in der Stadt - bei ca. 55.000 Einwohnern eine beachtliche Zahl. In Haan leben "nur" 25 Einkommensmillionäre. Angesichts der sehr kleinen Zahl von nur Rund 29.000 Einwohnern ist aber auch diese Quote schon sehr beachtlich.
USA und Kanada führen Ranking an
In Nordamerika lebten im vergangenen Jahr weltweit die meisten HNWIs, gefolgt von Japan. Ihre Zahl erhöhte sich im Gegensatz zu Deutschland um 6,9 Prozent, nach einem Anstieg von 9,8 Prozent im Jahr 2004. Am stärksten stieg die Zahl vermögender Privatanleger 2005 in Südkorea mit plus 21,3 Prozent, gefolgt von Indien (plus 19,3 Prozent), Russland (plus17,4 Prozent) und Südafrika (plus 15,9 Prozent). Von den vier so genannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China zählten im Jahr 2005 drei zu den zehn Ländern mit dem am schnellsten wachsenden HNWI-Anteil in der Bevölkerung.
Zahl der "Ultra-HNWIs" stark gestiegen
Das Gesamtvermögen der Superreichen ist im vergangenen Jahr weltweit um 8,5 Prozent auf 33,3 Billionen US-Dollar angestiegen. Die Zahl der HNWIs stieg weltweit um 6,5 Prozent auf 8,7 Millionen. Deutlich stärker, um 10,2 Prozent auf 85.400, wuchs die Zahl besonders wohlhabender Privatinvestoren ("Ultra-HNWI's"), die über ein Vermögen von 30 Millionen US-Dollar und mehr verfügen.
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